Sunday, 13 May 2018 00:00

Bapongka-Tradition

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Bajo ist ein Volksstamm, dessen Leben vom Meer nicht getrennt werden kann. Die Wohnsiedlung des Volksstamms ist sehr einzigartig, denn  meistens liegen die  Häuser  auf dem Wasser. Damals wohnte der Volkstamn in Booten,den sogennaten Lepas. Zur Zeit ist der Bajo-Stamm im ganzen Gebiet Indonesiens verbreitet. Die meisten wohnen auf Sulawesi. Dieser Volksstamm hat eine einzigartige Tradition zum Fischfang, namens BAPONGKA. Diese Tradition verpflichtet sie, eine Reise in die Ferne zu machen. BAPONGKA ist eine Tradition der Bajo-Gesellschaft, die traditionelle Geräte zum Fischfang verwendet und die Meeresumwelt von der Umweltschädigung fernhält. 

Die Bajos segeln, um Geld zu verdienen oder nach Meeresprodukten in den anderen Gebieten oder Provinzen während einiger Wochen oder  Monaten zu suchen. Sie fangen die Fische in Gruppen. Jede Gruppe besteht aus 3 bis 5 Booten und in einem Boot gibt es nur eine Person.  Die Bildung der Gruppen wird sehr oft aufgrund der engen Beziehung durchgeführt. Normalerweise trifft eine kleine Gruppe sich mit anderen kleinen Gruppen in einem Fischerort. zum Schluss bilden sie eine grosse Gruppe, deren Anzahl etwa 15 bis 20 Boote erreichen kann.

Das traditionelle Boot “Lepa” wird mit Auslegern und Dächern von Sago-Blättern ausgestattet. Im Allgemeinen fährt das Lepa-Boot mit einem Ruder, obwohl einige Boote jetzt mit Katinting-Maschinen ausgestattet werden. Wenn sie die BAPONGKA-Tradition ausüben, bringen sie viele Nahrungsmitteln, wie Sago, und einige Geräte wie Öllampen, Wasserbehälter, Kochtöpfe oder Kochgeräte und Besteck, sowie die Ausrüstung für Schlafen und für Fischfang mit. Sie fangen nicht nur Meeresfische, sondern auch andere Seeprodukte , wie  z.B. Seegurken.

 

Die BAPONGKA-Tradition hat positive Auswirkungen für die Meereserhaltung, vor allem für die Korallenriffe, da der Bajo-Volksstamm  einfache Geräte zum Fischfang benutzt.  Bei dieser Tradition hat der Volksstamm einige Tabus die beachtet werden müssen. Er ist davon überzeugt, dass dies die Fangprodukte des  Meeres beeinflusst. Es darf nichts  in das  Meer  weggeworfen werden. Dabei handelt es sich vor allem um Reiswasser, Holzkohle, Kaffeesatz, Chilliwasser, Ingwerwasser, Orangenschalen und Küchenasche . Wenn man den Reis wäscht, wird das Abwaschwasser im Boot aufgenommen und erst weggeworfen, nachdem das Boot am Festland vor Anker gegangen ist. So ist auch mit der Holzkohle und dem anderen Müll nach dem Kochen und Essen.  Die Einfachkeit  des Bootes und der Geräte zum Fischfang, sowie die Tabus bei der BAPONGKA-Tradition ist ein Teil der lokalen Weisheit der Bajo-Gesellschaft, um die Natur zu respektieren und sie zu erhalten//.

 

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