Friday, 07 August 2020 04:59

Die Tradition Bedolob

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Die Dayaks gehören zu einem der Volksstämme in der Provinz Kalimantan. Dieser hat viele davon abgeleitete Unterarten. Einer davon ist der Dayak Agabagstamm. Er bewohnt das Gebiet der Amtsbezirke Sembakung, Sebuku, Lumbis und im Teil des Bezirkes Bulungan, alle in in Ostkalimantan gelegen. Der Dayak Agabagstamm ist für seine  alten Traditionen, wie u.a Kayau oder Mengkayau bekannt.
Diese Tradition  war die des  Schlachtens des Feindkopfes und wurde vor langer Zeit  ausgeübt. Zur Zeit ist diese Tradition fast in Vergessenheit geraten. Der Volksstamm Dayang Agabag ist als freundlicher Volksstamm bekannt.

 

Der Dayak Agabag Volksstamm hat aber daneben noch andere alte Traditionen, die bisher noch erhalten werden. Eine dieser ist das sogenannte Bedolob, das Gottesgericht . Dieses besteht um ausstehende vorhandene Fragen innerhalb dieses Volksstammes zu lösen.Das Bedolob ist der letzte Schritt  zur Lösung von Konflikten der Dayak Agabag Bevölkerung, wenn eine demokratische Lösung beider Seiten nicht erreicht werden kann. Grosse Sanktionen und die psychologische Auswirkung  dieser Tradition bringen den  Dayak Agabag dazu , seine Probleme durch  das Bedolob nicht willkürlich zu lösen. Die Fälle, die gewöhnlich gelöst werden, sind u.a Diebstahl, Affären, Bodenkonflikte und Morde .

 

Bevor es zum Bedolob, also dem ,kommt,, bemüht sich der Traditionsleiter  darum, den Konflikt zwischen seinen Bürger durch gemeinsame familiäre Besprechung oder aufgrund der Sitten und Gebräuche zu lösen.Denn man braucht viel Geld, um das Bedolob anzurufen. Dieses Geld bekommt der Sieger . Beide Seiten müssen vorher eine Ware als Einzahlung zur Verfügung stellen. Diese ist ein  alter glasierter Tontopf oder Krug und ein Tier, wie zum Beispiel ein Schwein je nach Übereinkommen vor dem Beginn des Rituals.  Der alte glasierte Tontopf  kostet hunderte von Millionen  Rupiah.   Die Seite, die beim Ritual Bedolob verliert, muss ihre Einzahlung zur Verfügung stellen. Die Ausübung dieser Tradition ist das Prärogativ-Recht des Traditionsleiters, von dem das reibungslose Prozedere abhängt.

 

Das Bedolob wird am Fluss mit bestimmten Opferbeilagen, wie u.a das Rambutan-Fruchtholz oder Kalambuku, abgehalten. Es gibt auch andere Opferwaren , wie u.a das rote und das  gelbe Tuch, sowie gelben Reis. Diese Waren werden geopfert, um den Geist der Vorfahren einzuladen. Die streitenden Seiten müssen an den Fluss als Ort der Ausübung der Tradition kommen . In diesem Fluss steckt der Traditionsleiter 2 Stücke des  Kalambuku Holzes bis zu einer Tiefe auf der Höhe der Taille der Erwachsenen .Mit diesen Stöcken wird der Ort bezeichnet an dem die streitenden Seiten tauchen sollen. Man glaubt, dass ein unschuldiger Mensch während des Tauchen atmen kann, wie auf dem Festland . Er hat keine Schwierigkeiten zu atmen. Der schuldige Mensch bekommt eine Störung durch ein Wassertier oder durch den Geist der Vorfahren. Der schuldige Mensch kann sogar eine Blutung in den  Ohren und der Nase , wenn er im Wasser hartnäckig  bleiben will, bekommen. Er kann sogar sterben.

 

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